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Kontrolle abgeben loslassen Tipps Erfahrung Challange

Gib die Kontrolle ab und atme auf

You can’t control everything. Sometimes you just need to relax and have faith that things will work out. Let go a little and just let life happen. –– Kody Keplinger

Diese Worte fühlen sich an, als wären sie für mich geschrieben. Ich gebe zu, ich hab‘ schon gern die Kontrolle. Am liebsten über alles. Damit ich weiß, was passieren wird, ob es passieren wird und wie es passieren wird. So galoppiere ich mit den Zügeln fest in der Hand durch mein Leben. Ich tue, mache, halte aus und gönne mir nur selten Pausen. Es scheint, als wäre es nie genug! Ein Ziel hetzt dem nächsten hinterher und mein Kontrollzwang hält mich davon ab, innezuhalten und Luft zu holen. Am Ende überrascht mich die Reaktion meines Körpers. Ich fühle mich ausgebrannt und fahl. Loslassen ist meine größte Challenge.

Deshalb gebe ich dir einige Werkzeuge, die auch mir bei dieser Lebensaufgabe helfen.

 

n°1 „Hab Mut zur Lücke“

Das war mein recht keckes, aber durchaus gesundes Lebensmotto in meiner Schulzeit. Lustigerweise hat mein Lernpensum dann tatsächlich immer ausgereicht, um mich durchzuboxen.
Also lass schreibe dir diesen Spruch hinter die Ohren und trau‘ dich ruhig mal, etwas nicht zu erledigen. Ich bin mir sicher, dass du ohnehin immer dein Bestes gibst, also konzentriere dich auf das Wesentliche und versuche nicht alles in höchster Perfektion auszuführen. Perfektion findet nur in deinem Kopf statt. Es ist ein Gedankenkonstrukt, an das du glaubst. Entspanne dich und traue dir zu, es loszulassen.

n°2 Vertraue dem Leben

Wenn du dem Leben vertraust, musst du nichts mehr kontrollieren, um dich sicher zu fühlen. Man ist geborgen und beschützt. Mehr braucht es gar nicht. Gehe raus aus dem Machen und rein ins Fühlen. In der Ruhe spürst du deinen Herzensweg, ganz ohne Zutun. Meditation und Yin Yoga sind meine Zaubertools, wenn es darum geht, zurück ins Vertrauen zu kommen. Schon mal versucht?

n°3 Begegne dir mit Achtsamkeit

Wann lauschen wir unserer inneren Stimme und sagen „Stopp“? Erst wenn wir einen Schritt zu weit gegangen sind? Richte deine Aufmerksamkeit nach innen und beobachte dein Körperempfinden, wenn du vor Entscheidungen stehst. Was fühlt sich jetzt gerade, in diesem Moment, richtig für dich an? Sei gütig und liebevoll mit dir. Achte gut auf deine Bedürfnisse, auch wenn das bedeutet einfach einmal „Nein“ zu sagen.

n°4 Kultiviere Demut

Erkenne die Schönheit der kleinen Dinge, die du im Laufe deines Tages erlebst. Ganz egal, wie nichtig sie dir erscheinen mögen. Dankbarkeit und Zufriedenheit machen uns ein wenig demütiger diesem wundervollen Leben gegenüber. Wenn wir die kleinen Geschenke wertschätzen, sind die großen überwältigend.

 

Diese 4 Tools geben dir Impulse, ein zufriedeneres Leben zu führen und liebevoller mit dir selbst umzugehen. Ich selbst versuche mich täglich daran zu erinnern und sie mehr und mehr in meinen Alltag zu integrieren.

 

Love & light,
Valerie

 

Foto: © Caroline Prange